Menschen mit zielgruppe

  • Diagnosen des schizophrenen Formenkreises
  • Alkoholkrankheit (zum Zeitpunkt der Aufnahme abstinent)
  • Medikamentenabusus
  • Polytoxikomanie
  • Schädigung durch illegalen Drogenkonsum (nach eingehender Prüfung)
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Psychosen
  • Psychische Erkrankungen nach Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Impuls- und Kontrollstörungen (nach eingehender Prüfung)
  • selbst- u. fremdaggressives Verhalten (nach eingehender Prüfung)
  • Verwahrlosungstendenzen      

zieleBei jüngeren psychisch erkrankten Menschen verfolgen wir das Ziel ihrer gesellschaftlichen und beruflichen Integration durch ein stufenartiges Betreuungskonzept. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit mit ihnen ist die Anleitung zur selbstständigen Lebensführung im Wohnbereich und die Ergo- und Arbeitstherapie. Damit sollen sie darauf vorbereitet werden, nach der Phase des Aufenthaltes in der Einrichtung in die für sie beste Lebensform, wie z.B. unterstützender Bereich, therapeutische Wohngemeinschaft oder therapeutisches Einzelwohnen überwechseln zu können.

Diese Möglichkeit wird unter gleicher Trägerschaft im benachbarten Carlsberg eröffnet.

Alle Bedarfsleistungen werden über die Individuelle Hilfeplanung erfasst und dokumentiert.

Allen BewohnerInnen stehen vielfältige Freizeitmöglichkeiten und die Teilnahme an angeleiteten Angeboten offen. Sie sollen dazu beitragen, freie Zeit sinnvoll zu verbringen, am öffentlichen Leben teilzuhaben, Interessen zu wecken und bereits erworbene Fähigkeiten zu aktivieren und zu trainieren.

Im Vordergrund des Einrichtungszweckes stehen Maßnahmen der Wiedereingliederung und Versorgung von Personengruppen, die eine Betreuung und Hilfestellung in der Gestaltung und Bewältigung ihres Alltags benötigen mit folgenden pädagogischen Zielen:

  • Akzeptanz und Einsicht der eigenen Krankheit und die dazugehörige Compliance
  • Konfliktfähigkeit im Alltag
  • Entwicklung von Realitätsbewusstsein
  • Erkennen der eigenen Schwächen und Stärken und die dazu gehörigen Bewältigungsstrategien
  • Zuverlässigkeit bei der Einhaltung von Terminen
  • Selbstständige Kontakte und Aktivitäten entwickeln und erhalten
  • Umgang mit Nähe und Distanz
  • Übernahme von Pflichten und Verantwortung
  • Umgang mit Geld
  • Strukturierter Tagesablauf und Wochenplan
  • Leben in der Haus- und Gruppengemeinschaft
  • Übernahme von Aufgaben sowie von Arbeiten in der Wohngruppe und im eigenen Lebensbereich
  • Mitarbeit in der Ergotherapie und/oder Arbeitstherapie
  • Lebenspraktisches Training sowohl in der Wohngruppe als auch in der Ergotherapie
  • Probleme benennen und Lösungsstrategien entwickeln lernen
  • Regeln kennen lernen und diese einhalten können
  • Mit Konsequenzen umgehen lernen, wenn Grenzen überschritten werden
  • Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten und vom Mitarbeiter und Bewohner unterschrieben
  • Erkennen der persönlichkeitseigenen krankheitsbedingten Defizite und üben in deren Akzeptanz
    • Compliance
    • Abstinenz von Suchtmittel
    • Entwickeln von Lösungsstrategien
  • Umgang mit Suchtdruck entwickeln
  • Erarbeiten geeigneter Handlungs- und Kommunikationsstrategien
  • Stützende therapeutische Gespräche
  • Erhalten oder Wiederaufbau der Kontakte zu Angehörigen und Freunden
  • Entwickeln, wahrnehmen und teilnehmen an Freizeitaktivitäten
  • Förderung von Wohlbefinden und Ausgeglichenheit durch geeignete körperbezogene Maßnahmen
  • Motivieren und Aktivieren der BewohnerInnen seitens der Mitarbeiter.
  • Erstellen eines individuellen Förderplans in Kooperation mit der BewohnerIn und deren BetreuerIn
  • Teilnahme an Ausflügen in die Umgebung bei erfolgreicher Bewältigung der angestrebten Ziele
  • Jeder BewohnerIn steht eine eigens für sie/ihn ausgewählte BezugsmitarbeiterIn zur Seite
  • Gute Zusammenarbeit mit den BetreuerInnen unserer BewohnerInnen ist uns sehr wichtig
  • Am Lebensende in Würde sterben
    • Für die Menschen, die an diesem Ort alt werden und der Pflege bedürfen, steht ein eigener Pflegewohnbereich mit allen erforderlichen Hilfsmitteln zur Verfügung. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen werden auch die Anforderungen der DIN 18025 umgesetzt.

Der Boßweilerhof liegt im entsprechenden Ortsteil der Gemeinde Quirnheim im Landkreis Bad Dürkheim am Übergang zwischen Nordpfälzer Bergland und der Region Weinstraße.

Die am Ortsrand, in einem parkähnlichen Umfeld gelegene Einrichtung wird seit 1957 betrieben. Der eigene Garten nebst Spazier- und Ruhegelegenheiten bietet neben der eigenen Bocciabahn und dem Streichelzoo ganzjährig Gelegenheit für Abwechslung, Entspannung, Ruhe und Aktivitäten.

Das Haus verfügt über fünf Wohnbereiche. Diese sind in acht Wohngruppen gegliedert.

Wir bieten 69 Bewohnern ein neues Zuhause, indem sie lernen können mit ihren Beeinträchtigungen umzugehen und ihr Leben wieder selbst zu gestalten. Derzeit verfügen wir über 49 Einzelzimmer und 10 Doppelzimmer. Die Bewohnerzimmer sind mit hauseigenen Möbeln im wohnlichen Holzdekor eingerichtet. Die Bewohner werden dabei unterstütz, wenn sie ihr Zimmer persönlich gestalten wollen oder Möbelstücke durch persönliche Gegenstände austauschen oder ergänzen möchten.

Unsere Aufgabe und unser Ziel ist es, den Bewohnerinnen und Bewohnern eine angemessene Wohn- und Lebensform zu bieten mit der Option, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und größtmögliche Selbständigkeit zu erreichen. Gleichzeitig bieten wir qualifizierte Unterstützung je nach individuellen geistigen, körperlichen und sozialen Fertigkeiten und Fähigkeiten der Bewohner zur Vorbereitung auf ein Leben außerhalb der Einrichtung (Außenwohngruppen, betreute Wohnformen, Integration in die Familie). Eines unserer Hauptziele ist insbesondere die soziale Rehabilitation.

  • Abbau von sozialen ÄngstenWillkommen
  • Hospitalismus abbauen
  • Sich selbst und andere wahrnehmen und akzeptieren lernen
  • Erkennen des eigenen Selbstwertes
  • Abbau von Isolation und Resignation mittels Förderung der Lebensfreude
  • Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, Abbau von sozialen Ängsten
  • Lebenspraktische Fähigkeiten bis zur größtmöglichen Selbständigkeit mobilisieren, fördern und vermitteln
  • Erlernen einer regelmäßigen Tagesstruktur
  • Erwerb von Fähigkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung
  • Erkennen der Wirkung des eigenen Handelns (z. B. Beschäftigungstherapie)
  • Eigenverantwortung soweit als möglich übernehmen
  • Eingehen von Verpflichtungen innerhalb der Wohngruppe

Weiter ist uns wichtig:

  • Aktivierende Pflege mit Betonung gesundheitsbezogener Aspekte
  • Stärkung des Sozialverhaltens, zum Beispiel durch positives Einwirken auf soziale Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
  • Stärkung der Kontakte zur Familie und Angehörigen
  • Wahrung und Umsetzung gesetzlich geregelter Rechte und Pflichten
  • Qualitätssichernde Maßnahmen
  • Angehörigenarbeit
  • Fort- und Weiterbildung
  • Supervision
  • Öffentlichkeitsarbeit